Kosten & Provision
Was kostet es, ohne Makler zu verkaufen?
Der Verkauf ohne Makler ist nicht kostenlos – aber meist nur ein Bruchteil der Maklerprovision. Dieser Überblick zeigt, mit welchen Posten Sie als privater Verkäufer rechnen sollten und wie sie sich gegen die Provision rechnen.
Überblick: Diese Kosten entstehen
Die wichtigsten Posten für private Verkäufer sind Portalinserate, der Energieausweis, das Beschaffen von Unterlagen und – falls ein Kredit läuft – Kosten rund um die Grundschuld. Notar- und Grunderwerbsteuer trägt überwiegend der Käufer als Kaufnebenkosten.
Portalinserate
Reichweite kostet am meisten Aufmerksamkeit, aber wenig Geld: ImmoScout24 ist für Privatverkäufer ab ca. 109 €/Monat buchbar, Premium-Pakete liegen höher. Kleinanzeigen ist für die ersten Anzeigen kostenlos, eine Verlängerung kostet rund 22 €. Immowelt bietet eine kostenlose Basisanzeige plus optionale Premium-Features. Eine Kombination der Portale erhöht die Sichtbarkeit deutlich.
Energieausweis
Der Energieausweis ist beim Verkauf Pflicht. Der einfachere Verbrauchsausweis kostet meist rund 50–100 €, der aufwendigere Bedarfsausweis je nach Objekt etwa 300–500 €. Welcher Typ zulässig ist, hängt von Baujahr und Gebäudegröße ab.
Unterlagen und Grundbuch
Aktuelle Grundbuchauszüge und Katasterunterlagen kosten nur geringe Gebühren. Läuft noch ein Kredit, fallen für die Löschung der Grundschuld Notar- und Grundbuchkosten an; bei vorzeitiger Ablösung kann zudem eine Vorfälligkeitsentschädigung der Bank anfallen.
Mögliche Steuern
Beim selbst genutzten oder lange gehaltenen Objekt fällt meist keine Spekulationssteuer an. Bei vermieteten Immobilien innerhalb der Zehnjahresfrist kann sie relevant werden – Details in unserem Ratgeber Spekulationssteuer bei Immobilien.
Vergleich: Privatkosten vs. Maklerprovision
Selbst großzügig gerechnet liegen die direkten Verkaufskosten privat oft im niedrigen drei- bis vierstelligen Bereich. Dem steht eine Verkäuferprovision von rund 3,57 % gegenüber – bei 500.000 € etwa 17.850 €. Die Ersparnis ist damit fast immer deutlich.
Häufige Fragen
Was kostet ein Hausverkauf ohne Makler ungefähr?
Meist nur Portalinserate, Energieausweis und kleinere Unterlagengebühren – zusammen oft im niedrigen drei- bis vierstelligen Bereich, ein Bruchteil der Maklerprovision.
Wer zahlt Notar und Grunderwerbsteuer?
Überwiegend der Käufer als Kaufnebenkosten. Beim Verkäufer fallen vor allem Kosten für die Löschung einer bestehenden Grundschuld an.
Was kostet ein Energieausweis?
Ein Verbrauchsausweis meist rund 50–100 €, ein Bedarfsausweis je nach Objekt etwa 300–500 €.
Können zusätzliche Kosten entstehen?
Ja, etwa eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Kreditablösung oder Spekulationssteuer bei vermieteten Objekten innerhalb der Zehnjahresfrist.
Lohnt sich der Privatverkauf finanziell?
In den allermeisten Fällen ja, weil die gesparte Verkäuferprovision die kleinen Verkaufskosten deutlich übersteigt.
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